Krebs Meine Mutter
Meine Mutter kam vor einigen Jahren ganz aufgeregt nach Hause.
"Ich habe einen bösartigen Tumor", sagte sie.
Da ich wusste, warum Tumoren wachsen und meine Mutter kenne, kannte ich auch die Ursachen. Sie ist schon ziemlich alt und nicht bereit, die Ursachen zu verändern.
So konnte ich ihr mit ruhigem Gewissen raten: "Mach dich nicht verrückt. Du stirbst nicht an Krebs. Was du aber auf keinen Fall machen darfst: Chemo oder Strahlentherapie. Lass dir das kleine Gewächs rausschneiden und wenn es wieder kommen sollte, dann wieder. Du richtest so keinen Schaden an.
Es kam bisher nichts wieder.
Die Angst vorm Sterben konnte ich ihr nehmen. Ein Parameter bei Krebs.
Jetzt kriegt sie regelmäßig Post mit der Aufforderung, sich bei Herrn Prof. L. zur Beobachtung zu
melden und das wars.
Er verdient seine Euros und alle sind zufrieden.
Als ich sie letztens fragte, was hat denn der Herr Professor die ganzen Jahre gemacht, kam nur Schulterzucken.
Meine Mutter ist der Prototyp von "des Arztes Liebling".
"Des Arztes Liebling" kommt brav immer wieder, stellt keine Fragen, nimmt stillschweigend alle Tabletten, lässt alles über sich ergehen und hofft inständig, der Arzt macht wieder gesund.
Des Arztes Liebling hat eine Krankenkasse, die alle Rechnungen des Arztes bezahlt.
Jetzt, im Jahr 2010, sitzt sie im Rollstuhl im Pflegeheim.
Ohne die Ärzte, die ihr ständig den Entwicklungsdruck nahmen, wäre sie wahrscheinlich zu Hause.
Sie würde ihre Blumen pflegen, vielleicht auch noch Auto fahren.
Als ich Ihre Wohnung entrümpelte, füllten sich 2 blaue Säcke mit Tabletten und Zeugs, was sie so im Laufe der Jahre aus den Apotheken des Umkreises holte, schluckte und übrig blieb.
Medikamente sind übrigens neuerdings Sperrmüll ...
Meine Mutter glaubt, Opfer von Krankheiten zu sein.
Ihr Krankheitsgewinn ist Zuwendung, die sie von Ärzten, Schwestern, Therapeuten bekommt.
Standartmäßig ging sie 1mal im Jahr für ein paar Wochen ins Krankenhaus.
Wenn sie davon sprach, dass die Ärzte die Ursache suchen, musste ich ihr die Hoffnung nehmen.
Die Ärzte fanden auch keine Ursache, weil die Ursache im nichtstofflichen Bereich lag.
Das will aber kaum ein Arzt wahrhaben. Außer vielleicht Exoten wie Homöopathen...
Meinem Vater konnte ich nicht mehr helfen. Mir ist zwar klar, warum er sich "verabschiedet" hat,
aber der Krebs hat ihn schon vor über 20 Jahren hingerafft.
Er hat eben nichts an den Ursachen verändert, sondern sich nur "behandeln" lassen.
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heilbar
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